Knödel als Bayrisches Kulturgut Bällchen, Flutte, Knöpflin, Klössel, Kleesse, Klopse, Kniddel... allein im deutschen Sprachgebrauch gibt es eine Vielzahl von Bezeichnungen für die Mahlzeit, die man in Bayern allgemein als Knödel kennt. Der Begriff "Knödel" entwickelte sich über das alhochdeutsche Chnodo (Knoten, Kneten). Knödel finden sich in den Esskulturen der verschiedensten Epochen und Völkergruppen wieder und ebenso vielfältig sind auch die Zubereitungsarten. Es fällt nicht schwer sich auszumalen, dass der Knödel in Zeiten entstanden ist, in denen die Menschen zum Essen kein Essbesteck, sondern allein ihre Hände verwendeten. Die Tischmanieren entwickelten sich weiter, den Knödel blieb bestehen und gilt seit jeher als Delikatesse für eine breite Schicht der Bevölkerung. Bayernkönig Ludwig II. hatte z.B. eine Vorliebe für Hechtknödel und machte diese im 19. Jhd. auf den festlichen Menükartenzu Hofe salonfähig. Für die Bayern zählt der Knödel auch heute noch zu den Lieblingsgerichten. Er ist Sinnbild für Kulinar, Lebensweise und Brauchtum. |